Judith Wolf

Ab
dem 5. Mai 2005 läuft der Film des kurdischen Filmemachers Bahman
Ghobadi „Schildkröten können fliegen“ in den deutschen Kinos. Der
Film entstand in Koproduktion mit der kurdischen Regionalregierung
im Irak.
„Schildkröten können fliegen“ spielt in einem kurdischen
Flüchtlingslager in Südkurdistan (Irak) an der irakisch-türkischen
Grenze kurz vor dem Einmarsch der US-amerikanischen und britischen
Truppen und handelt vom Leben kurdischer Waisenkinder in tiefster
Armut. Sie bergen Landminen, um sie für wenig Geld zu verkaufen.
Obgleich viele von ihnen bereits verstümmelt sind, gehen sie jeden
Tag auf die Minenfelder, um schlichtweg nicht verhungern zu müssen.
Unterstützt wird der Kinostart des Films in Deutschland von der
Frankfurter Hilfsorganisation medico international, die neben
anderen 1997 für eine Kampagne gegen Landminen mit dem
Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde.
„Schildkröten können fliegen“ erhielt bereits mehrere Filmpreise wie
„die Goldene Muschel“ auf dem Internationalen Filmfestival in San
Sebastian 2004 und den „Friedensfilmpreis“ auf der Berlinale 2005.
Bahman Ghobadi, einer der renommiertesten kurdischen Filmemacher,
wurde vor allem durch seinen Spielfilm „Zeit der trunkenen Pferde“
bekannt.
Umfassende Informationen zum Film sowie eine Kino-Liste sind zu
finden auf
www.schildkroetenkoennenfliegen.de. Der Kinoverleih erfolgt über
den Berliner Filmverleih mîtosfilm GbR
www.mitosfilm.com.
Judith Wolf /
kurdolog@hotmail.com
erschienen am 1. Mai 2005 auf
www.kurdische-nachrichten.de
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