STOP… Genozid an den Yeziden
im Irak
An
die internationale Öffentlichkeit,
liebe Bürgerinnen und Bürger
Yeziden
sind Angehörige eine der ältesten Religionen in
Mesopotamien, deren Mehrheit (ca. 500.000) im Irak,
in den Provinzen Mosul und
Duhok, lebt. Sie leben hauptsächlich in den
Gebieten Sinjar,
Bashiqa,
Tilkaif und
Shaikhan.
Die Yeziden sowie alle
anderen nichtmuslimischen Minderheiten leben unter
permanenter Unterdrückung. Nach dem Sturz des
irakischen Regimes und dem großen Chaos, das vor
allem durch radikale Gruppierungen verursacht wird,
die mit allen terroristischen Mitteln gegen
Demokratie und Menschenrechte kämpfen, ist die
Situation der Yeziden
sehr schlimm geworden. Die
Yeziden versuchen sich in ihren Gebieten zu
isolieren, um sich vor den Terrorattentaten zu
schützen. Trotzdem können sie nicht in Frieden
leben. Auch in ihren Gebieten werden sie verfolgt.
Täglich verschärfen sich die Attacken gegen
yezidische Zivilisten.
Aktuell: Massaker in Sinjar
Region über 600 Tode, hunderte Verletzte
Bei einem der schwersten Anschläge
seit dem Ende des
Regimes von Saddam Hussein haben
mindestens vier
Selbstmordattentäter ihre mit Sprengstoff beladenen
Lastwagen fast gleichzeitig in den
yezidischen Gemeinden
Tal
Asir und
Siba (arabisch:
Kahtaniya &
Jazeera) im Kreis
Sinjar
zur Explosion gebracht. Dabei sind mindestens 600
Zivilisten, darunter 70% Kinder und Frauen ums Leben
gekommen. Die
großteils aus Lehm gebauten Häusern boten keinerlei
Schutz für die flüchtende Bevölkerung. Insgesamt
wurden in beiden Gemeinden 150 Häuser durch die
Explosionen und die Raketenangriffe zerstört. Viele
Leichen befinden sich immer noch unter Trümmer,
manche Familien sind komplett erlöscht. Hunderte von
Hinterbliebenen leben in einer sehr miserablen
Situation, wo sie kein Zuhause, kein Wasser und kein
Essen haben.
Die
islamistische Terrororganisationen
treiben seit Monaten Abschlagserien gegen
Yeziden. Täglich werden
yezidische Zivilisten
getötet, enthauptet und gesteinigt. Seit Monaten
waren die Yeziden in
Sinjar ohne
Unterstützung isoliert.
Wir appellieren an Deutschland und Europa,
diesem Verbrechen der Neuzeit nicht länger tatenlos
zuzuschauen.
Wir bitten um Solidarität mit den
Yeziden, internationale
Hilfe und militärische Schutz der
Yeziden und anderen
Minderheiten im Irak. Wir bitten um finanzielle
Unterstützung für die Opfer dieser Katastrophe. Wir
bitten die EU-Länder, insbesondere Deutschland, mehr
politischen Druck auszuüben, um die Minderheiten zu
retten und einen Internationalen Schutz für die
Existenzrechte der nicht-muslimischen Minderheiten (Yeziden,
Christen und Sabiiten)
bereitzustellen, damit sie auch friedlich in ihrem
Land leben können.
Cevaka
Ezidiya
Almaniya
Den 18.08.2007