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H.R.K.R.D     The Kurdish Intellectuals Union- West Kurdistan- Abroad

28 January 2008 16:06

 

Bahram Hajou


Karin Ahrens

 

Der 1952 in Südwest-Kurdistan (Syrien) geborene Bahram Hajou sagt von sich selbst Euphrat und Tigris fließen aus meinen Augen, sie münden in meine Feder und geben mir die unermessliche Energie, mit der ich Menschen und Land an deren Ufern male.“ Energiegeladen und ausdrucksstark sind seine Bilder, ob Menschen oder Landschaften. In seiner gegenwärtigen Ausstellung in der Kunsthalle FAUST in Hannover ( 31.08. bis 15.10.2006 ) sehen wir Bilder, in denen er sich und seine Frau darstellt. Er wählte dabei zu einem großen Teil große Formate und in einigen extreme Perspektiven. Die Farbe wird expressiv eingesetzt, fragmentiert die Körper. Rauhe Leinwand wird stehengelassen, kontrastiert das Weiß, welches die Körper eingrenzt. Die männliche Figur blickt auf den Betrachter, fragend, sich selbst vergewissernd. Die weibliche selbstsicher. Der ewige Konflikt Mann/Frau. Gibt es Sieger? In den Bildern, in denen sich der Künstler in extremer Perspektive darstellt, blickt der Betrachter von oben auf die Figur herab. Ganz tief unten zeigt er sich. Welcher Mensch hat die Größe, so auf einen anderen herabzublicken? Sind wir Riesen? Und der dargestellte, wie ist er?
 

In den Bildern wird eine große Kraft und Energie deutlich. Der Künstler verarbeitet in ihnen seine konfliktreiche Beziehung zu seiner Frau. Er gewährt einen Einblick in seine Seele und geht dabei schonunglos mit sich um. Das macht die Stärke und Anziehungskraft der Werke Bahram Hajous aus, dass er sich offenbart und man als Betrachter/Betrachterin in sie hineingenommen wird. Die Bilder fordern eine Auseinandersetzung mit ihnen. Sie lassen uns nicht kalt.


Der Künstler ist ein überaus produktiver. Die Abfolge seiner Ausstellungen beweist das. Seit seinem Studium an der Kunstakademie Münster 1978 bis 1984 lebt und arbeitet er dort. Sein Leben und das, was ihm etwas bedeutet, findet man in seinen Bildern wieder. Die Landschaften seines Herkunftslandes, die Menschen. So entdeckt man einen Lebenslauf , gewunden geradlinig, in den Werken des Künstlers. Geradlinig sein Weg in die Ausstellungsräume und Galerien, gewunden sein Schicksal, dass mit seinem Herkunfstland Kurdistan verbunden ist.




Die nächste Ausstellung Bahram Hajous ist zu sehen vom 03.11. bis 09.12.2006 in der Galerie Carolyn Heinz in Hamburg.

Siehe auch:
www.bahram.de

 

 

 
 

 
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