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4. Kurdisches Filmfestival Berlin
Programmhinweis für Mittwoch, den 13.12.2006
Judith Wolf
Wie am Vortag finden auch am Mittwoch, den 13.12.2006,
sämtliche Veranstaltungen im Rahmen des Kurdischen
Filmfestivals im Eiszeit Kino (Kreuzberg) statt. Die
Themen des Abends sind „kurdische Identität“,
„Migration“, „Blutfehde“, „Ehrenmord“, „Alltag von
Guerillakämpferinnen“ sowie der „Şûtik“ (ein in
Kurdistan verbreitetes Kleidungsstück).
Um 18:00 Uhr begibt sich die kurdische Regisseurin Eylem
Kaftan aus Montreal mit ihrem Film „Vendetta Song“ auf
eine Reise in das ihr fremde Kurdistan. Grund ihrer
Reise ist die 30 Jahre zurückliegende, geheimnisumwobene
Ermordung ihrer Tante. Mit ihrem Film möchte sie mit
einem durch Blutfehde verursachten, sinnlosen Tod
abrechnen. Gleichzeitig handelt der Film aber auch von
der Suche einer jungen Frau nach der ihr bisher
unbekannten Kultur ihrer kurdischen Vorfahren.
Auch der als Vorfilm gezeigte 20-Minüter „Black Water“
von Sahim Omar Kalifa möchte einen Einblick in die
Problematik des Ehrenmordes geben.
Zu Gast sind Eylem Kaftan und Sahim Omar Kalifa.
Um 20:00 Uhr erzählt der in der Schweiz lebende und
arbeitende Regisseur und Schriftsteller Yusuf Yeşilöz in
„Zwischenwelten“ die Lebensgeschichte der mit neun
Jahren aus einem kurdischen Dorf in die Schweiz
immigrierten Güli Doğan.
Als Vorfilm wird „Identität“ von Nazmî Kirik gezeigt.
Der aus etlichen kurdischen Filmen bekannte Schauspieler
erzählt nun in einem eigenen Kurzfilm von Recep, der an
dem Tag, an dem sein Vater nach sechzehn Jahren aus dem
Gefängnis entlassen wird, im Zug ein Portemonnaie klaut.
Doch dann entdeckt er in diesem Portemonnaie Fotos von
seinem Vater und sich...
Zu Gast sind Nazmî Kirik und Yusuf Yeşilöz.
Um 22:00 Uhr folgt der Dokumentarfilm „Women of Mount
Ararat“ von Erwann Briand über den Alltag einer
sechsköpfigen Frauenguerillaeinheit, für die das Leben
in den Bergen Überleben bedeutet. Während militärischer
Manöver und Alltagsaufgaben werden schrittweise die
vertrauten Momente des Lebens und die Einzelschicksale
der Frauen beleuchtet.
In seinem Kurzfilm „Wir tragen Şûtik“ betrachtet Rindo
Sur den Şûtik, einen sehr langen Schal, der mehrfach um
den Bauch gewickelt wird. Dieses in Kurdistan sehr
häufig vorkommende Kleidungsstück ist auch ein wichtiger
Bestandteil der Bekleidung der kurdischen Guerilla (PKK)
und der Pêşmerge (Bezeichnung für die kurdischen Kämpfer
im Irak und Iran).
Zu Gast ist Rindo Sur.
Programmüberblick für Mittwoch, den 13.12.2006
Eiszeit Kino (Kreuzberg)
18:00 Uhr:
Vorfilm:
Black Water
Regie: Sahim Omar Kalifa
Belgien 2006, 20 min., OmengU
Gast: Sahim Omar Kalifa
Vendetta Song. Wir sind alle Nomaden
Regie: Eylem Kaftan
Kanada 2004, 52 min.
Gast: Eylem Kaftan
20:00 Uhr:
Vorfilm:
Identität
Regie: Nazmî Kirik
Türkei 2006, 15 min., OmengU
Gast: Nazmî Kirik
Zwischenwelten
Regie: Yusuf Yeşilöz
Schweiz 2006, 52 min., dt.
Gast: Yusuf Yeşilöz
22:00 Uhr:
Women of Mount Ararat
Regie: Erwann Briand
Frankreich 2005, 85 min., OmengU
Wir tragen Şûtik
Regie: Rindo Sur
Irak-Kurdistan 2006, 18 min., dt.
Gast: Rindo Sur
Veranstaltungsort:
Eiszeit Kino (Kreuzberg)
Zeughofstraße 20
10997 Berlin
Tel.: 030 – 611 60 16
Veranstalter:
c/o mîtosfilm
Gabelsberger Straße 16
Tel.: 0049–030–42 01 74 92
E-Mail:
info@kurdfilmfestival.com
Weitere Informationen:
www.kurd-filmfestival.com
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