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Karin Ahrens
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Folter in kurdischen
Internierungslagern
Karin Ahrens
Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch
benennt in ihrem am 03.07.2007 veröffentlichten Bericht
Fälle von Folter und Verweigerung von fairen
Gerichtsverfahren in kurdischen Internierungslagern. Der
58-Seiten starke Bericht „Caught in the Whirlwind:
Torture and Denial of Due Process by the Kurdistan
Security Forces“ kann bei der Organisation unter der
Internetadresse
http://hrw.org/german/docs/2007/07/03/iraq16348_txt.htm
eingesehen und abgerufen werden.
Der Bericht dokumentiert die weit verbreitete und
systematische Misshandlung von Gefangenen sowie die
Verletzung des Rechts auf ein faires Gerichtsverfahren
durch kurdische Sicherheitskräfte. Aufgrund von
Recherchen, die in den kurdischen Gebieten des Irak in
dem Zeitraum April bis Oktober 2006 durchgeführt wurden,
wurden diese Vorfälle festgestellt. Mit den Gefangenen
wurden Interviews geführt. Während dieser Interviews
berichteten die Gefangenen von Schlägen mit
Metallstangen und anderen Gegenständen durch
Sicherheitskräfte, sie seien längere Zeit
Stressstellungen ausgesetzt gewesen und ihnen seien
wiederholt, manchmal über Tage, die Augen verbunden und
Handschellen angelegt worden. Die von Human Richts Watch
befragten Gefangenen waren in der Mehrzahl in Einzelhaft
gehalten worden. Zudem waren die Haftbedingungen
unhygienisch und die Zellen überfüllt. Festgestellt
wurde desgleichen, dass sich die Gefangenen der Asayish
( Die Sicherheitskräfte der kurdischen Parteien KDP
(Kurdische Demokratische Partei) und PUK (Patriotische
Union Kurdistans) verfügen jeweils über eigene
Sicherheitskräfte, die nicht unter der Kontrolle der
Regierung stehen.) sich in einem rechtlichen
Schwebezustand befinden, ohne grundlegene
Verfahrensrechte. Die Mehrheit der Gefangenen, deren
Fälle von Human Rights Watch untersucht wurden, ist bis
zu diesem Zeitpunkt von der kurdischen Regionalregierung
weder angeklagt worden noch ist ihnen der Kontakt zu
Angehörigen oder Rechtsanwälten gewährt worden. Sie
wurden keinem Untersuchungsrichter vorgeführt und
konnten somit ihre Inhaftierung auch nicht anfechten.
Die Organisation Human Rights Watch fordert die
kurdische Regionalregierung auf, Folter und Misshandlung
von Gefangenen zu beenden, die sich im Gewahrsam der
Sicherheitskräfte befinden. Unter der Führung von
Nacirvan Barzani ist eine Untersuchung dieser Vorfälle
eingeleitet worden.
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