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H.R.R.K     West Kurdistan Intellectuals Union

27 June 2007 23:42

 



Dol
Tal der Trommeln
Ein Film von Hiner Saleem
Karin Ahrens


Nur etwa zehn Personen waren außer mir im Kinosaal. Im Sommer hat es das Kino schwer, gegen das schöne Wetter draußen zu konkurrieren. Leicht macht es uns auch nicht der Film. Originalsprache mit Untertiteln, so etwas findet eh nur schwer sein Publikum. Glücklicherweise gibt es die Filmförderung; sie verhilft Filmen zum Start, die sonst nicht gedreht werden würden. Und wir würden sie nicht zu sehen bekommen. Dieser Film wurde unter Anderem vom Goetheinstitut gefördert, unterstützt von der kurdischen Regionalregierung im Irak.

Der Film erzählt vom Leben in den kurdischen Gebieten unter der Bedingung der Besatzung anhand des Kurden Azad im Dorf Balliova, welches im türkischen Teil Kurdistans liegt, an der Grenze zum Iran und Irak. Das Dorf wird vom türkischen Militär kontrolliert. Die Soldaten verfluchen ihren Aufenthalt in diesem gottverlassenen Winkel der Erde und lassen dies an den Dorfbewohnern/Bewohnerinnen aus. Anläßlich der Hochzeit Azads mit seiner Freundin Nazenin spielt ein Musiker auf. In einer Nebenrolle wird dieser von dem bei Kurden und Kurdinnen bekannten und beliebten Musiker Ciwan Haco gespielt. Die Soldaten des Militärpostens tauchen auf und pöbeln herum. Daraus entsteht ein Streit, der in einer Schießerei endet. Azad trifft einen der Soldaten und flieht daraufhin. Mit einem Lastwagen kann er in das befreite Kurdistan kommen. Er lernt hier die Kurdin Taman kennen, die aus dem iranischen Teil Kurdistans stammt. Sie ermutigt Azad, in den türkischen Teil zurückzukehren, um seine Braut zu holen. Dieses erweist sich als folgenschwer.

Die Namen gebenden Trommeln kommen in diesem Film erst sehr spät zum Einsatz. Als dramatischer Höhepunkt. Auffällig ist die Verwendung von Stühlen. Im türkischen Teil Kurdistans sitzen die Menschen auf knallroten Campingstühlen, in dem von Kurden regierten Teil Irak sind es unterschiedliche, braune Stühle.
Die roten Stühle entsprechen in ihrem Rot dem Rot der Türkischen Flagge. Sie sind rot wie Blut, das dort vergossen wird.

Der Regisseur Hiner Saleem ist selbst Sohn eines kurdischen Widerstandskämpfers. Er floh im Alter von 17 Jahren nach Italien. Heute lebt er in Paris. Mit diesem Film war er auf der Berlinale in Berlin vertreten.




 

 

 


 

 
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