PRESSEERKLÄRUNG der Gesellschaft für bedrohte
Völker
Zusammengestellt von:
Tilman Zülch und Süleyman Yildirim
Die Schuld des Baath-Regimes: Etwa eine Million
irakische Bürger aller Nationalitäten und religiösen Gemeinschaften
fielen Saddam zum Opfer
Nach der Vorführung des irakischen Diktators
Saddam Hussein vor einen irakischen Haftrichter erinnert die
Gesellschaft für bedrohte Völker an die Schuld des Baath-Regimes und
seines Führers. Etwa eine Million irakische Bürger aller
Nationalitäten und religiösen Gemeinschaften sind Saddam zum Opfer
gefallen.
Allein im Nordirak sind in den vergangenen 35
Jahren rund eine halbe Million Kurden – unter ihnen auch
assyrisch-aramäische Christen, Yeziden und Turkmenen – vernichtet
worden. 182.000 dieser 500.000 Opfer starben bei der so genannten
Anfal-Offensive 1987/88 entweder durch den Einsatz chemischer
Kampfstoffe einen qualvollen Tod oder sie wurden – wenn sie den
Giftgaseinsatz überlebt hatten - bei Massenerschießungen von
Einsatzgruppen getötet. Unter diesen Toten wiederum waren allein
8.000 Männer und Knaben des Barzani-Stammes. Der Organisator der
Anfal-Offensive, der Cousin Saddam Husseins, Ali Hassan Al-Majid,
hat 100.000 Opfer eingestanden. Diesen Genozid haben Administration,
Armee und Einsatzgruppen Saddams in allen Einzelheiten registriert
und akribisch festgehalten. 14 Tonnen des Materials wurden in den
USA von der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch gesichtet
und analysiert.
Organisationen der Schiiten im Südirak beklagen
300.000 Tote seit 1991, unter ihnen 9.000 Geistliche. Diese Angaben
werden von Menschenrechtlern bestätigt. Nach der planmäßigen
Austrocknung der
Marschen des Euphrat- und Tigris-Deltas wurden etwa 500.000 so
genannte Marscharaber vertrieben. Zehntausende kamen bei
Bombardements, durch Exekutionen und auf der Flucht ums Leben.
Bereits Mitte der 70-er Jahre hatte die Baath-Partei die ohnehin nur
noch 3.000 Mitglieder zählende jüdische Gemeinschaft nach
öffentlichen Hinrichtungen und Verfolgungen fast ausnahmslos aus dem
Lande gejagt. Weiteren Massakern, Einzel- und Massenhinrichtungen
fielen Vertreter aus allen Oppositionsparteien, Intellektuelle und
Angehörige der Arbeiter- und Frauenbewegung zum Opfer. Zahlreiche
Emigranten wurden in ihrem Gastland von irakischen Agenten ermordet.
Saddam Hussein ließ Tausende Angehörige des Regimes, darunter
Diplomaten, Geheimdienstler, Mitglieder des Offizierkorps und sogar
seiner Republikanischen Garden sowie seiner Familie liquidieren. Die
GfbV kritisiert, dass die westeuropäischen Staaten, die USA, die
damalige Sowjetunion und ihre Satelliten, insbesondere die DDR,
viele dieser Verbrechen durch Lieferungen von Waffen und
militärischem Know-how, durch enge diplomatische, ökonomische und
politische Zusammenarbeit erst ermöglicht haben. 86 Firmen aus der
Bundesrepublik Deutschland haben wesentlichen Anteil am Aufbau der
irakischen Giftgasindustrie gehabt. Tilman Zülch steht für
Nachfragen zur Verfügung: 0151 15 30 98 88
Es folgt die ausführliche Dokumentation „Chronik
des Schreckens“
Dokumentation der Gesellschaft für bedrohte
Völker Chronik des Schreckens von Saddam Hussein
1969 Bombardement zahlreicher kurdischer Dörfer mit Napalm und
Raketen; Tod von vielen Frauen und Kindern; allein zwischen dem 14.
und 16. Mai Zerstörung von 544 Wohnhäusern, 65 Todesopfer unter
Zivilisten.
1973 politische Oppositionelle, unter ihnen
Linksbaathisten, Kommunisten, Kurden, Schiiten u.a., werden
gefoltert oder ermordet. Es wird bestätigt, dass dem ehemaligen
Premierminister Albazzaz
1968 in der Haft Arme und Beine gebrochen und
ein Auge ausgeschlagen wurden. 450 von 130.000 im Irak verbliebenen
Juden werden rücksichtslos unterdrückt, 20 seit November 1972
verschwundene Juden starben an den Folterungen, ein 11-jähriges
jüdisches Mädchen gestand nach 3 Tagen Folter und Vergewaltigung
ihre angebliche Mitgliedschaft in einem
zionistisch-imperialistischen Spionagering.
1974-1976 291 bekannt gewordene Hinrichtungen,
darunter Kurden, Kommunisten, Maoisten und Nasseristen.
1975 Einrichtung von KZs für 14.000 Kurdische
Peshmerga. Vertreibung von 25.000 Yeziden und 30.000 Khanakin-Kurden,
Flucht von 250.000 Kurden in den Iran. 1975-1978 Vertreibung von
500.000 Kurden.
1976-1988 Mordanschläge durch irakische
Diplomaten und Sicherheitsbeamte an irakischen und kurdischen
Emigranten u.a. in Lausanne (an GfbV- Beiratsmitglied Ismet Cherif
Wanly), London, Paris, Wien, Beirut, Berlin, Khartoum und Modesto/Kalifornien.
1977 Exekution von mehreren hundert Kurden.
1978 Hinrichtung von 253 Kurden im Gefängnis
von Mossul.
1987 Zahl der zerstörten chaldäischen und
nestorianischen Kirchen erreicht 85.
1980-1988 Angriffskrieg gegen den Iran mit etwa
einer Million Toten.
1981 300 vollstreckte Todesurteile an Kurden
und Anhängern der Baath-Partei.
1982 Hinrichtung von 27 Turkmenen, 166 Schiiten
und 35 Kommunisten.
1983 300 Hinrichtungen von Offizieren,
Deserteuren, Demokraten und Schiiten.1984 Hunderte von Hinrichtungen
darunter Schüler, Studenten.
1985 Ermordung von 300 Kurden, Hinrichtung von
Assyrern und Kommunisten.
1986 Hinrichtung von 83 kurdischen Studenten,
25 KDP-Mitgliedern, 38 Studenten der PUK und Ermordung von 300
kurdischen Kindern nach Folterung mit Elektroschocks und sexuellem
Missbrauch.
1987 Verschwinden von 180 Schiiten, Exekution
von 360 Kurden, darunter 17 Kindern, Vergiftung von 40 Angehörigen
des Geheimdienstes, Beginn der Anfal- Offensive mit Giftgas,
Deportationen und Massenerschießungen von Kurden, Yeziden, Assyrer
und anderer im Nordirak.
1988 Erschießung von 8.000 männlichen
Angehörigen der Barzani-Großfamilie, Hinrichtung von 400 durch
Luftangriffe verletzten kurdischen Zivilisten in der Tamjaro-Kaserne,
Hinrichtung von tausend Kurden in Dohuk; Anfal-Offensive fordert
nach unterschiedlichen Quellen 60.000 Opfer (Gutman, Handbuch
Kriegsverbrechen), 150.000 Opfer (der britische Nahostexperte Prof.
David Mc Dowall), nach Angaben des irakischen Verantwortlichen
100.000 Opfer, nach kurdischen und anderen Angaben bis zu 182.000
Opfer; Zerstörung von 5.000 kurdischen, assyrischen und yezidischen
Dörfern. 1988 Giftgasangriff auf Kurden-Stadt Halabja, 5.000 Opfer.
1989 Verschwinden von 33 Assyrern, Hinrichtung
von 94 Deserteuren, Hinrichtung von drei Generälen.
1991 Invasion Kuwaits.
1991 Niederschlagung des Schiitenaufstandes,
Genozid: 60.000-100.000 Tote (laut anderen Schätzungen bis zu
300.000 Tote).
1991 Niederschlagung des Kurdenaufstandes,
Flucht von etwa 1,5 Millionen Kurden in die Bergregionen des
türkischen und iranischen Kurdistan, Zehntausende zivile Opfer
sterben an den Strapazen. Zwischen März und Mai werden Tausende
Kurden, Shiiten und Angehörige
anderer Gruppen verhaftet, viele in Schnellverfahren hingerichtet,
darunter auch Frauen und Kinder; Tausende verschwinden. Im Süden
werden am 16. März etwa 150 schiitische Männer und Jugendliche im
Garnisonsstützpunkt al-Mahawil exekutiert.
1992 Nach Verhängung des Flugverbots im
südlichen Irak Verhaftungswelle unter mehreren Tausend mehrheitlich
nicht an Kampfhandlungen beteiligten schiitischen Zivilisten; eine
unbekannte Zahl unbewaffneter Zivilisten fällt extralegalen
Hinrichtungen zum Opfer.
1992 im März ergeht Befehl, alle Bewohner der
Sumpfgebiete (Marscharaber und Schiiten) in eigens für sie
errichtete Lager außerhalb der Sümpfe umzusiedeln; im Mai beschießt
ein Kampfhubschrauber eine Hochzeitsgesellschaft in der Provinz
al‘Amara im Süden und tötet 13 Zivilisten.
1992 in der Nähe von Arbil, Sulaimaniya und in
anderen Gebieten werden Massengräber mit den Überresten zahlreicher
kurdischer Dorfbewohner und Kombattanten gefunden, die im Gewahrsam
irakischer Behörden „verschwanden“; 107 Tote, die bei Arbil gefunden
werden, gehören zu den etwa 360 Kurden, die die Angriffe mit
chemischen Kampfstoffen überlebt hatten, dann aus den Krankenhäusern
in Arbil entführt und verschleppt worden waren.
1993 Offensiven der Regierungsstreitkräfte, um
die Sumpfgebiete im Süden unter Kontrolle zu bekommen, extralegale
Hinrichtungen zahlreicher Zivilisten; bis zu 8.000 Marscharaber
fliehen vor den Angriffen und aufgrund der Trockenlegung der Sümpfe;
bei einem Angriff am 26.9. in den Sümpfen werden mehrere hundert
Menschen getötet.
1994 Revolutionsrat (RCC) führt grausame
Strafen wie Überkreuzamputationen der Gliedmaße, Abtrennung der
Ohren oder Brandmarkung ein; a.i. erhält erneut Berichte über die
Festnahme Tausender Oppositioneller, darunter auch Ärzte, die sich
weigerten, die o. g. Amputationen durchzuführen; Folterung von
Häftlingen; extralegale Hinrichtung Oppositioneller.
1995 Im August flüchten Generalleutnant Hussein
Kamel al-Hassan al-Majid, ehemals Verteidigungsminister und
Führungsoffizier bei den Republi-kanischen Garden, und sein Bruder,
Oberstleutnant Saddam Kamel, Leiter der Präsidialgarde, beide
Schwiegersöhne Saddam Husseins, mit ihren Frauen nach Jordanien.
Irakische Behörden nehmen eine unbekannte Zahl führender
Militärangehöriger und Funktionäre der Baath partei fest, die in
enger Verbindung zu diesen standen.
1995 Extralegale Hinrichtungen vermeintlicher
Oppositioneller (genaue Zahl nicht bekannt).
1996 Im Februar werden Hussein Kamel al-Hassan
al- Majid und Saddam Kamel kurz nach ihrer Rückkehr in den Irak
trotz vorheriger Begnadigung getötet.
1996 Nach einem angeblichen Putschversuch
werden im Juni mehr als 120 Armeeoffiziere hingerichtet. Das
Schicksal weiterer 300 in diesem Zusammenhang festgenommener
Personen bleibt ungewiss.
1996 Im August exekutieren Regierungskräfte
unweit von Arbil mindestens 96 Mitglieder des oppositionellen
Irakischen Nationalen Kongresses und vier Mitglieder der
Irakisch-Nationalen Turkmenen-Partei.
1997 Bei Prozessionen werden am 9. Juni in
Karbala Hunderte Schiiten verhaftet und viele getötet, als
Regierungskräfte wahllos in die Menge schießen.
1997 14 Offiziere des Geheimdienstes, von
Sondereinheiten und regulären Sicherheitskräften sowie ehemalige
Mitglieder der Baathpartei werden zwischen Juli und Oktober wegen
Beteiligung an einem Putschversuch und einer Verschwörung
hingerichtet.
1997 a.i. fordert vom Irak Aufklärung über das
Schicksal mehrerer Hunderttausender Menschen, die seit Beginn der
80er Jahre „verschwunden“ sind.
1997 UN Sonderberichterstatter für den Irak Max
van der Stoel berichtet, dass im November und Dezember mehr als
1.500 politische Gefangene in den bei Bagdad gelegenen Haftanstalten
Abu Ghraib und al- Radhwaniya hingerichtet wurden.
1998 Im September werden Berichten zufolge
mindestens 100 politische Gefangene, darunter 21 Frauen,
hingerichtet, ihre Leichen in Massengräbern verscharrt.
1999 Mindestens 19 politische Gefangene sind
unter den mehr als 100 Menschen, die im Oktober im Abu
Ghraib-Gefängnis hingerichtet werden.
2000 Laut a.i. werden neue Strafen wie
Hinrichtung durch Enthauptung oder das Herausschneiden der Zunge,
z.B. wegen Verleumdung des Präsidenten, eingeführt; im Februar
werden 38 Offiziere der Republikanischen Garde wegen eines
gescheiterten Attentats auf den Präsidenten hingerichtet.
2000 Das Regime setzt die 1997 begonnene
Vertreibung von Kurden und Turkmenen aus Kirkuk, Khaniqin, Makhmour,
Sinjar, Tuz Khormatu und anderen Distrikten als Teil ihres
Arabisierungsprogrammes fort. Zwischen Januar und Juni sind davon
800 Menschen betroffen, was die Gesamtzahl der seit 1991
Vertriebenen auf mehr als 94.000 erhöht.
2001 Zahlreiche Menschen werden ai-Berichten
zufolge hingerichtet, unter ihnen Offiziere, vermeintliche
Oppositionelle – vor allem Schiiten -, muslimische Geistliche,
Rechtsanwälte und Lehrer. Aber auch Angehörige von mutmaßlichen
Regimegegnern sind unter den Ermordeten. Berichtet wird über
willkürliche Verhaftungen, nichtöffentliche Prozesse vor
Sondergerichten, systematischer Folter und Misshandlungen in Haft
und unmenschlichen Strafen wie Herausschneiden der Zunge,
vollstreckt auf öffentlichen Plätzen. Die Vertreibung von
Minderheitenangehörigen dauert an.
2002 Die durch ein Dekret vom 20. Oktober
angeordnete Amnestie aller Gefangenen wurde laut Aussagen von
Familienangehörigen offensichtlich nicht auf die politischen
Gefangenen ausgedehnt. Die Vertreibung von Kurden, Turkmenen und
Assyrer- Aramäern wird fortgesetzt. Es sind vor allem Familien
betroffen, die das so genannte „Formular zur Korrektur ihrer
Nationalität“ nicht unterschreiben wollten und sich so dem
Arabisierungsprogramm widersetzten, die der Baath-Partei trotz
Aufforderung nicht beitreten oder deren Kinder sich den
Jugendorganisationen des Diktators (Saddams Ashbal) nicht
anschließen wollten.Verbrechen unter Saddam Hussein: Hinrichtungs-
und Foltermethoden Tötungs- und Hinrichtungsarten:
„Normale“
Hinrichtungen in der Regel heißt es, Jahr für Jahr in Berichten von
Menschenrechtsorganisationen – unter ihnen Amnesty international -:
„im Berichtsjahr wurden Hunderte von Personen hingerichtet“ Zu Tode
Foltern
* ohne Warnung in
Ansammlungen von Zivilisten schießen
* Demonstrationen
durch Schusswaffengebrauch auflösen
* Angehörige
staatlicher Dienste mit Thallium vergiften
Dorfgemeinschaften
überfallen, massakrieren oder bombardieren
* mehrere
hunderttausend Menschen verschwinden lassen
* Massenexekutionen
von Verschleppten und Verscharren der Toten in Massengräbern (z.B.
8.000 Knaben und Männer des Barzanistammes)
Bombardieren von
Dörfern und Städten (Ha-labja) mit Giftgas
* Massenexekutionen
von Überlebenden der Giftgasangriffe
* Vernichtung von
Zehntausenden Alten, Kranken, Säuglingen, Kleinkindern, Schwangeren,
Verwundeten, Hungernden als Konsequenz der Lebensbedingungen während
und nach den Massenvertrei-bungen 1975, 1987/88 und 1991 und durch
Zerstörung von 5.000 Dörfern und Vergiftung der Brunnen
* gezielte
Einzelerschießungen von Menschen bei Autofahrten, auf den Straßen,
in Dörfern und Städten
* Anschläge/Attentate
auf Exilierte in allen fünf Kontinenten durch Diplo-maten und
Geheimdienstagenten des Regimes
* Öffentliche
Enthauptung von Frauen, von angeblichen
Prostituierten und von Angehörigen der weiblichen Opposition mit
Schwertern
* Ertränken von
Menschen im Tigris, die mit Gewichten beschwert worden waren
* Erhängen von
Menschen an Leitungsmasten
* Menschen aus
Krankenhausetagen stürzen lassen
Foltermethoden
* Herausschneiden der Zunge
* Ausstechen der Augen
* Elektroschocks
* Verbrennungen mit Zigaretten
* Ausreißen von Fingernägeln
* Vergewaltigung von Häftlingen
* Aufhängen an Gelenken über lange Zeiträume
* Schläge mit Kabeln
* Schläge auf die Fußsohlen
* Durchbohren der Hände mit Bohrmaschinen
* Scheinhinrichtungen (1997 Todesstrafe festgelegt für 18
Straftatbestände)
* Einzelhaft über Jahre
* Festnahme weiblicher Angehöriger eines Häftlings und deren
Vergewaltigung in dessen Gegenwart
* Zusendung von Videobändern an ins Ausland geflüchtete
Oppositionelle, auf denen Vergewaltigungen weiblicher Angehöriger zu
sehen
sind
* Amputation beider Hände
* Übergabe zu Tode Gefolterter an Angehörige
* Hetzen von Bluthunden auf Häftlinge * Amputation beider Ohren oder
von rechter Hand und linkem Fuß mit Fernsehübertragung
* Einbrennen von Brandzeichen auf die Stirn von Deserteuren *
Brechen von Gliedmaßen
*Verbrennen bei lebendigem Leibe * Entziehung von Wasser über
längere Zeiträume
Die Opfergruppen
Kurden (Yeziden, Failis, Barzanis), Schiiten, Marscharaber,
assyrisch-aramäische Christen (Nestorianer, Chaldäer, u.a.),
Turkmenen, Kuwaitis,
andere Araber, sonstige Ausländer, iranische Gefangene, iranische
Araber, vermeintliche und tatsächliche Regierungsgegner,
vermeintliche und
tatsächliche Kriminelle, so genannte Prostituierte, Frauen und
Kinder aller Nationalitäten, vermeintliche und tatsächliche
Schmuggler, Ärzte-und Pflegepersonal (das verwundete Kurden oder
Schiiten versorgt oder Strafamputationen verweigert hatte),
Oppositionelle (Kommunisten, Sozialisten, Demokraten,
Gewerkschaftler, Intellektuelle, früher Maoisten und Nasseristen),
Baathparteimitglieder und Regimeangehörige, Angehörige der
republikanischen Garden, Armee: Offiziere und Generäle,
Geheimdienstler, Politiker, Angehörige der Familie Saddam Husseins,
u.a.die beiden Schwiegersöhne.